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Je mehr ich von den Menschen sehe,
um so lieber habe ich meinen Hund.

sagte Friedrich der Grosse.

Leider kann man auf solche Gedanken kommen, wenn man sich mit der neuen Gesetzgebung im Kanton Freiburg näher befasst.
Es ist schade, dass aufgrund der vorgekommenen Unfälle, die ganz klar nicht entschuldbar sind, jetzt alle Hundehalter und Besitzer die Konsequenzen zu tragen haben.

Dies beweist einmal mehr, dass ein schwarzes Schaf genügt um offenbar eine ganze Herde in Verruf zu bringen.

Schade nur, dass hier nicht auch der gesunde Menschenverstand zum Zug kommt!

Das neue Gesetz und seine Verordnung trifft nicht nur die Hundehalter, sondern straft auch alle Hundeausbilder und -innen, die bereit sind und/oder waren, für ihr Hobby und zu Gunsten der Hunde und ihrer Besitzer viele Stunden ihrer Freizeit aufzuwenden und für Ihre Ausbildung nebst viel Zeit auch so manches „Fränkli“ aufgewendet haben.
Es sind die Hundeausbilder, die tagtäglich in den Kynologischen Vereinen ehrenamtlich Ihr Wissen an Interessierte weitergeben.
Wir sind überzeugt, dass statistisch gesehen Vorfälle von Hundehaltern die mit ihren Hunden regelmässig in kynologischen Vereinen tätig sind, verschwindend klein sind im Verhältnis zu Vorfällen von Hundehaltern, die vielleicht 1x einen Kurs mit Brief und Siegel absolviert haben und jetzt denken, damit einen „Führschein“ fürs ganze Hundeleben erhalten zu haben !!

Leider kommt man nicht umhin auch die finanzielle Seite dieser Gesetzgebung mit kritischen Augen zu betrachten. Es sieht so aus, als ob der Kanton Freiburg eine lukrative neue Einnahmequelle entdeckt hat:

• Halter eines Listenhundes: 300 Franken
• Halter von mehr als zwei über ein Jahr alte Hunde: 80 – 250 Franken
• Hundeausbilder (auch von Kyn. Vereinen): 500 Franken.

Mit der Aussage von amtlicher Stelle, dass diese Kosten auf die Kursteilnehmer abgewälzt werden können, können wir uns in den Vereinen nicht identifizieren.
Genauso wenig wie mit der Anmerkung, dass, wer kein Geld hat eine angemessene kostenpflichtige Ausbildung für seinen Hund zu bezahlen, davon absehen sollte überhaupt einen Hund zu halten.
So und ähnlich tönt es aber von offizieller Stelle.

Es ist bekannt, dass Hunde im sozialen Bereich eine wesentliche Rolle spielen und Hunde-Verständnis NICHT vom Geldbeutel abhängt!

Wir finden es schade, dass solche Gesetze und Verordnungen beschlossen werden, ohne auch kompetente Personen von der Front und der Basis beizuziehen. Leider sind in eben diesen Dokumenten diverse Punkte enthalten, die sogar den Vorschriften der Tierschutzgesetzgebung widersprechen.

Hoffen wir, dass der Hund in absehbarer Zeit wiederum an seinen angestammten und wohlverdienten Platz als Freund des Menschen gestellt wird.

Doris Kunz, Präsidentin

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